Mittwoch, 8. September 2010, 19:03:33 Uhr Kontakt + Impressum

LG Langerwehe | Fahrzeuge | Gerätehaus | Geschichte

Die Löschgruppe unseres Zentralortes wurde bereits im Jahr 1880 gegründet und ist somit eine der ältesten Freiwilligen Feuerwehren in unserem Regierungsbezirk. Alt und weise, aber bestimmt nicht altmodisch oder gar veraltet, ist sie, die mit rund 70 Mitgliedern größte Einheit unserer Gemeinde. Geführt werden die 43 Aktiven von Gemeindebrandinspektor Timo Löfgen und seinen Stellvertretern Hauptbrandmeister Markus Schöller und Oberbrandmeister Ralf Bollig

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Die Ehrenoberbrandmeister Josef Wamig und Arnold Waßong stehen an der Spitze der 12 Mitglieder zählenden Ehrenabteilung und die 14 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr werden vom Jugendwart Hauptfeuerwehrmann Georg Esser und seinem Stellvertreter Oberbrandmeister Thomas Ring geführt. Als Aufgabe nimmt die Löschgruppe nicht nur die Bewältigung der gewöhnlichen Einsätze in und um Langerwehe wahr. Sie hat sich auch auf Einsatzaufgaben im Umweltschutz spezialisiert. Aus diesem Grund rücken die Feuerwehrmänner (Sammelbegriff) der Löschgruppe Langerwehe zu sämtlichen Gas, Öl und GSG Einsätzen in unserem Gemeindegebiet aus, um die jeweilige örtliche Löschgruppe zu unterstützten.

Rund 50 - 60 mal im Jahr rufen die digitalen Meldeempfänger die Aktiven in den Einsatz. Das bedeutet, dass sich dann alle im Ort oder an ihrer Arbeitsstelle abkömmlichen Feuerwehrmänner schnellst möglich zu dem Gerätehaus in der Josef Schwarz Straße begeben. Hier ziehen sie ihre Schutzkleidung aus Nomex (eine nichtbrennbare Kunstfaser) über, besetzten die Fahrzeuge, erfragen den Einsatzort über Funk und rücken schließlich zum Unglücksort aus. Die Löschgruppenführung verfügt über Meldeempfänger, die einzeln ausgelöst werden können, um ihnen Zusatzinformationen(z.B. den Einsatzort, ein Einsatzstichwort oder eine kurze Lage) auf einem Display sichtbar machen zu können.
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Zur Bewältigung der Einsätze stehen der Löschgruppe 6 Fahrzeuge zur Verfügung. Ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 dient als Erstangriffsfahrzeug (Baujahr 1985). Mit sechs FM (SB) rückt es im Schnitt zwischen zwei und drei Minuten, nach dem Alarm aus. Es verfügt über eine umfangreiche Beladung zur Bekämpfung von Bränden aller Art. So steht neben der Normbeladung (unter anderem 2500 Liter Wasser) ein tragbarer Schaum - Wasserwerfer, eine Schaumpistole für den Schnellangriff, eine Löschlanze für die Bekämpfung von Feuern in Stroh- und Heumieten, so wie Hohlstrahlrohre und Hydroschilde zur Verfügung, mit denen sich Wasserwände und Wasserschleier erzeugen lassen. Für die Atemschutzgeräteträger stehen 4 Preßluftatmer (PA 94 mit Überdrucktechnik) zur Verfügung.

Zwei dieser Geräte sind im Mannschaftsraum verlastet und können somit bereits auf der Anfahrt angelegt werden. Zur weiteren Sicherheit stehen drei Funkgeräte im 2m - Band mit Helmsprechgarnituren, zwei Fluchthauben und eine Atemschutzüberwachungstafel. Für die Technische Hilfeleistung stehen neben einem Stromaggregat (5 kVA) und Scheinwerfern, ein auf dem Dach aufsteckbares Stativ mit zwei zusätzlichen Scheinwerfern zur Verfügung. Eine Tauchpumpe, eine Motorkettensäge, ein Winkelschleifer, ein Kanaldichtkissen, sowie ein Explosionsgeschütztes Be- und Entlüftungsgerät runden die Möglichkeiten für technische Maßnahmen ab.

Für Einsätzen im Bereich des Umweltschutzes steht ein Gerätewagen Gefahrgut der Größenordnung 2 zur Verfügung. Er wurde im Jahr 2001 von der Firma Heines Wuppertal Nachfolger aufgebaut und ersetzt die ausgemusterten Fahrzeuge Gerätewagen Umweltschutz und den Gerätewagen Gefahrgut 3,5 t NRW. Die auf diesem Fahrzeug mitgeführten Gerätschaften dienen zur Beseitigung von akuten Gefahren, die bei der Freisetzung von Gasen, Säuren, Laugen, Giften, extrem entzündlichen oder gar selbstentzündlichen Stoffen und Gütern sowie von Mineralölprodukten auftretten. Verwendet man eine grobe Umschreibung, so lassen sich die Geräte in Geräte zum Auffangen, Eindeichen, Abdichten und Umpumpen einteilen. Hinzu kommen diverse Schutzkleidungen und Meßgeräte, mit denen die tatsächliche Gefährdung abgeschätzt werden kann. Zudem verfügt das Fahrzeug auch über ein Stromaggregat (8kVA), einen Lichtmast, weitere Scheiwerfer auf einem Stativ, eine Tauchpumpe und einen Wassersauger.

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Als zweites Löschfahrzeug wird ein dem Katastrophenschutz zugeordnetes LF 16 - TS genutzt, welches den zweiten Abmarsch bildet. Dieses Fahrzeug wird Feuerwehren im gesamten Bundesgebiet vom Bund zur Verfügung gestellt, welche dann im Katastrophenfall (hier in NRW nennt man dies Großschadenslage) verpflichtet sind, auf Anforderung, mit diesem Fahrzeug in das Schadensgebiet zu fahren und dort Hilfe zu leisten. Diese Fahrzeuge sind immer gleich beladen und führen vor allem Schläuche (600 m B - Schlauch) mit. Auch die große Pumpenleistung der Frontpumpe und der mitgeführten tragbaren Pumpe sind immer wieder gut einzusetzen. Als Sonderbeladung sind hier wieder zwei Funkgeräte mit Helmsprechgarnitur, die Atemschutzüberwachungstafel, sowie ein Wassersauger zu nennen.

Als Transportmittel für Mannschaft und Material dient ein im Dezember 2000 angeschaffter Ford Transit. Dieses Fahrzeug wird vor allem zum Ausbringen von Ölsperren und zum Transport von Bindmittel und sonstigen Gerätschaften, so wie als Abschnittsleitfahrzeug eingesetzt. Um realistisch den Gefahrguteinsatz an einem Tankwagen üben zukönnen erhielt die Löschgruppe 1994 von einem ortsansässigen Spediteur einen gebrauchten Tanklaster geschenkt, der dann in Eigenarbeit so gestaltet wurde, dass der Tank zwar Leckagen aufweist, aber trotzdem noch mit Wasser befüllt werden kann. Nachdem das Fahrgestell dem Rost und somit dem Tüv zum Opfer fiehl, montierte man in Eigenleistung den Tank auf das, außer Dienst genommene Fahrgestell des Gerätewagen Umweltschutz. So steht der Löschgruppe ein Fahrzeug zur Verfügung, mit dem in den Sommermonaten 4500 Liter Wasser an die Einsatzstelle transportiert werden kann.

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Dies hat sich vor allem dort bewehrt, wo Wasser nicht aus dem Leitungsnetz genommen werden kann. So z.B. an der Bahnlinie, den außenliegenden Höfen und im Wald. Denkbar wäre auch, dass man in ihm kontaminiertes Löschwasser zwischenlagert. Und schließlich gibt es noch unsere fahrende "Litfasssäule". Ein Mannschaftstransportbus, der durch die auf ihn geklebte Werbung finanziert wird. In den warmen Monaten wird abwechselnd alle zwei Wochen mal Mittwochs Abends und Sonntags Morgens geübt. Im Winter werden dann alle zwei Wochen Montags Abends Schulungsabende abgehalten. Somit lernt man ständig hinzu und bleibt auch bei neuen Dingen und Entwicklungen immer auf dem Laufenden. An jedem ersten Samstag im Monat ist dann die GSG Übung angesagt. Auch hier wird Wert darauf gelegt, dass man die nötige Theorie mit der Praxis verbindet und die Bedienung der Gerätschaften beherrscht. Die Grundausbildung wird auf Gemeindeebene von allen Löschgruppen gemeinsam betrieben. Zusätzlich werden auch Fortbildungen auf der Gemeindeebene angeboten, wie z.B. der Lehrgang Technische Hilfeleistung im Wald (hier wird der richtige Umgang mit der Motorkettensäge gelehrt), Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen oder die Atemschutzfortbildung im Rahmen eines Notfalltrainings.